
Der Turnierhundesport (THS) ist wohl die Sparte, die an die Hundeführer und die Hunde
die größten sportlichen Anforderungen stellt.
Im THS gibt es deshalb auch verschiedene Altersstufen und eine Trennung nach Frauen und Männer, die für
die jeweilige Altersstufe getrennt bewertet werden. Die vorgeführten Hunde müssen mindestens
15 Monate alt sein, und bei manchen Disziplinen eine Begleithundeprüfung nachweisen (Neue Prüfungsordnung seit 01.01.07).
Für kleine Hunde sind die Sprunganforderungen niedriger, so dass jeder gesunde Hund diesen Sport betreiben kann.
Anders als beim Agility zählt für die Zeitmessung immer der langsamere Partner (Hund oder Hundeführer).
Der THS setzt sich aus sieben verschiedenen Disziplinen zusammen, die den Sportsgeist von Hund und Hundeführer herausfordern:
Beim Vierkampf muss man sich - wie der Name schon sagt - in vier verschiedenen Disziplinen bewegen.
Der Vierkampf besteht aus den Gehorsamsübungen (ähnlich einer Begleithundeprüfung), bei denen der Hund nach einem festen Laufschema mit Leine und auch in der Freifolge geführt wird. Gezeigt werden Tempiwechsel, Sitzübung und eine Platzübung, jedoch folgt keine Menschengruppe wie bei der Begleithundeprüfung und keine Ablage. Die erlaubten Hörzeichen sind vorgeschrieben.
Download Laufschema Gehorsamsübung
Anschließend n die Gehorsamsübung folgt der Hürdenlauf, bei dem auf eine Strecke von
ca.50 m drei Hürden, deren ein Meter Stangen locker aufliegen, vom Hund übersprungen werden müssen.
Der Hundeführer muss auf gleicher Höhe nebenher laufen.
Für Stangenabwürfe oder nicht gesprungene Stangen gibt es Punktabzug,
zusätzliche Punkte gibt es für einen ohne Leine geführten Hund. Bei dieser Übung gibt
es zwei Durchgänge.
Als drittes folgt der Slalomlauf. Hier wird der Hund - wieder mit oder ohne Leine – durch einen mit Stangen abgesteckten Zick-Zack-Kurs geführt, wobei Hund und Hundeführer durch die 7 Tore laufen müssen. Läuft einer von beiden vorbei, gibt es Punktabzug. Der Slalom wird ebenfalls zweimal gelaufen, die Bewertung erfolgt wie beim Hürdenlauf.
Als letzte Teildisziplin folgt der Hindernislauf, bei dem der Hund einer Strecke von 75 Metern
(in der Regel in gerader Linie) acht verschiedene Hindernisse zu überwinden hat.
Der Hund kann mit oder ohne Leine geführt werden, letzteres bringt zusätzliche Punkte.
Der Hindernislauf muss ebenfalls zwei mal gezeigt werden.
Der Vierkampf 2 wird auf der Basis des Vierkampf 1 gelaufen, jedoch mit höheren Leistungsanforderungen.
Der Hund wird im Vierkampf 2 nur ohne Leine geführt.
Der Hürdenlauf wird nicht in zwei einzelnen Durchgängen gelaufen, sondern nur einmal,
allerdings mit Hin– und Rücklauf und einer Drehung bei der Wendestange.
Bei den Gehorsamsübungen entfällt die Leinenführigkeit, statt dessen muss zusätzlich die Stehübung gezeigt werden.
Für den Vierkampf 2 muss man sich qualifizieren.
Der Hindernislauf besteht aus einer geraden, die je nach Platzangebot zu einem “L“
oder sogar einem “U“ gewinkelt sein kann, auf der 8 Hindernisse stehen, die vom Hund
überwunden werden müssen.
Den Geländelauf gibt es in zwei Distanzen: 2000m und 5000m.
In jeder Distanz gibt es die unterschiedlichen Altersklassen, denn in dieser Disziplin ist der Altersunterschied der Teilnehmer wohl am wichtigsten.
Der Hundeführer hält die Leine in der Hand, oder die Leine ist mittels eines Bauchgurtes befestigt.
Da im Abstand von einer Minute gestartet wird, kann es durchaus vorkommen, dass man von einem anderen Team überholt wird oder selber überholt.
Der Hund sollte daher beim Vorbeilaufen an Artgenossen keine Probleme haben.
An relevanten Abzweigungen stehen Streckenposten, die auch auf Einhaltung der Regeln achten.
Die Hunde müssen die gesamte Strecke an der Leine, die nicht länger als zwei Meter sein darf, geführt werden.
Geschirre sind erlaubt.
In jeder Alters– und Geschlechtsklasse gewinnt der Läufer mit der schnellsten Zeit.
Es ist ein Mannschaftswettkampf mit einem vergleichbaren Staffellauf, bei dem zunächst das erste Team die erste Sektion absolviert, sobald es im Ziel ist, läuft das zweite Team die zweite Sektion und der Abschlussläufer im Anschluss die dritte Sektion.
Entscheidend ist die Laufzeit aller drei Teams zusammen.
Beim CSC gibt es zwei weitere Hindernisse: den Frankfurter Kreisel und die Mühlacker Harfe.
Letzteres sieht aus wie ein umgedrehter Halbkreis.
Ein Lauf besteht aus drei Sektionen mit jeweils etwas unterschiedlichen ( in der Reihenfolge aber vorgeschriebenen ) Hindernisbahnen, in denen auch die aus dem Vierkampf bekannten Slalomtore vorkommen.
Beim QSC gehen 8 oder 16 Teilnehmer an den Start. Es werden zwei identische Parcours aufgebaut und jeweils zwei Teilnehmer laufen zeitgleich los. Nach dem K.O.-System kommt der jeweils Schnellere der beiden Teams eine Runde weiter.
Zunächst wird eine Qualifikationsrunde gelaufen, nach deren Ergebnis die Zusammensetzung der gegeneinander starteten Teams festgelegt wird.
Anders als beim Vierkampf oder dem Hindernislauf müssen beim QSC ausgelassene Hindernisse wiederholt werden. Sollte dies versäumt werden, erfolgt eine Disqualifikation dieses Teams.
Der Shorty ist der kleine Bruder des CSC.
Die zwei Hindernisbahnen laufen in Kreuzform zueinander. Auch für den Shorty gibt es einen Standardaufbau.
Es laufen zwei Teams in einer “Mini Mannschaft“, deren Gesamtzeit zählt. Wie beim CSC startet zunächst nur ein Hundeführer mit seinem Hund, der Zweite darf erst loslaufen, wenn der Erste seine Bahn vollendet hat.
Shorty heißt nicht, dass die den Sport ausübenden Hunde noch klein sind!
Selbstverständlich machen auch Große mit.
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